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Um Arbeitnehmer bei der Altersvorsorge zu unterstützen, hat die Regierung Schröder die staatliche geförderte Altersvorsorge, kurz nach dem damaligen Minister für Arbeit und Soziales Walter Riester, als Riester Rente betitelt, auf den Markt initiiert.
Die Riester Rente ist staatlich gefördert, d.h. wer eine solche Rente abschließt erhält neben einer staatlichen Grundzulage von bis zu 154 Euro pro Jahr weitere Zulagen für Kinder, oder ggf. bei einem Abschluss im Alter von 25 oder weniger Lebensjahren – einen einmaligen Bonus in der Höhe von 200,- Euro.
Verbraucher müssen jährlich 4 Prozent oder maximal 2100 Euro ihres zu versteuernden Einkommens in die Riester Rente sparen um den maximalen Zulagenbetrag zu erhalten. Doch was bzw. wie viel muss gespart werden und wie viele Zulagen gibt es? Wie berechnet man die Zulagen und die Besparung des Vertrages?
Seit 2008 ist die letzte Stufe der Riester-Förderung erreicht, d.h. ab diesem Zeitpunkt müssen 4 % vom Bruttoeinkommen des Vorjahres in den Riester Vertrag gespart werden sofern die volle Förderung erhalten werden soll. Werden eben diese 4 % gespart, erhalten ledige Verbraucher ohne Kind die volle Zulage von 154 EUR auf ihren Vertrag gutgeschrieben. Nominell muss ein Anleger jedoch nur die 4 % abzüglich der Zulage auf den Vertrag sparen. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Riester Berechnung:
Riester Rente Berechnung: So errechnet sich Förderung und Beitragshöhe der Riester Rente
Ein Arbeitnehmer verdient hatte ein Bruttoeinkommen von 36.000 EUR im Vorjahr. Nun müssen 4 % vom Bruttoeinkommen des Vorjahres gespart werden. Dies entspricht 1440 EUR. Von diesen 1440 EUR kann jetzt die Zulage abgezogen werden, sodass ein Anleger effektiv nur 1286 EUR auf seinen Riester Vertrag sparen muss, damit er die volle Zulage bekommt. Genauso verhält sich der Sachverhalt auch, wenn Kinderzulagen auf den Vertrag gutgeschrieben werden. Jede Zulage verringert den Betrag, welcher effektiv auf den Vertrag fließen muss.
Der Risterrenten- Fahrplan sieht verschiedene Möglichkeiten der Sparform vor. Das können Fondssparpläne, ebenso wie Rentenversicherungen oder Banksparpläne mit fester Verzinsung sein. Seit 2008 besteht auch die Möglichkeit mit einer Wohn-Rister für das Alter vorzusorgen.
Welche Riester- Sparform ist die beste?
Das hängt vom Alter und der aktuellen Lebenssituation ab. Ein frühzeitiger Beginn (Baby Riester) kann ruhig mit etwas mehr Risiko behaftet sein, denn bis zur Altersrente bleibt dem Sparer noch viel Zeit um einen eventuellen Kursverlust seiner z.B. in Aktienfonds angelegten Riester-Beiträge wieder auszugleichen. Wer erst spät mit der Riester-Rente startet, für den steht häufig der Sicherheits-Aspekt der Geldanlage im Vordergrund. Als sehr sicher und vergleichsweise risikolos wird hier der Riester-Banksparplan angeboten. Die eingezahlten Beiträge werden ähnlich einem Tagesgeld oder Festgeldkonto angelegt und vermehren sich während der meist nur wenigen Jahre währenden Laufzeit in dem Banksparplan. Wie überall besagt auch hier die Faustregel: „Sicherheit zu Lasten der Rendite“. Der Klassiker unter den Produkten der Vorsorge ist die Rentenversicherung. Ein Teil der eingezahlten Beiträge wird für Verwaltungskosten und Versicherungsschutz verwendet, der Rest wird in Immobilien und Anleihen angelegt.
Wie erfährt der Kunde die Risterrente Gebühren?
Egal ob der Abschluss bei einer Versicherung, Bausparkasse oder Bank getätigt wurde. In regelmäßigen Abständen bekommt der Kunde einen Kontoauszug über seine geleisteten Einzahlungen. Ein weiterer Hinweis; wo die Rister Gebühren bleiben, findet sich online im Internet. Hier kann der Kunde anhand graphischer Kurven die Gebührenentwicklung verfolgen. Steigt die Zulage, steigen in der Regel auch die Verwaltungskosten rapide an.
Unterschiedliche Produkte verlangen nach unterschiedlichen Einzahlungen, sie liegen im Schnitt zwischen 42.000 und 44.000 Euro. Die Gebühren der Versicherungen können dabei bis zu mehreren Tausend Euro betragen – unterscheiden sich jedoch nicht untereinander teilweise erheblich, sondern variieren auch von Sparform zu Sparform. Während z.B. Banksparpläne vergleichsweise Risiko- und Kosten arm sind, gelten Fondssparpläne als ertrags- aber auch kostenstarke Alternative für langjährige Geldanlagen.
Erlangt der Kunde eine ausreichende Kenntnis über seine Risterrente Gebühren und ist mit der Bezahlung bzw. Vergütung des Anbieters – oder besser gesagt dessen Leistung – nicht zufrieden, so hat er die Möglichkeit seinen Riester Renten Anbieter zu wechseln, um eine bessere gebührenüberschaubare Akzeptanz mit einer besseren Zusatzrente zu erreichen.
In Zeiten des demografischen Wandels wird eine private Altersvorsorge immer dringlicher. Wer nicht in die Altersarmut rutschen möchte, der sollte sich rechtzeitig informieren und entsprechende Vorsorge treffen. Eine private Altersvorsorge bietet hier die Möglichkeit den Lebensstandard auch im Rentenalter beibehalten zu können.
Die Riester-Rente ist eine vom Staat mit Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte private Rente. Eingeführt wurde das Riester-Modell im Jahre 2001 durch den damaligen Bundesminister für Arbeit und Soziales Walter Riester, im Rahmen einer Umstrukturierung des gesetzlichen Rentenmodells. Wer zum zulagenberechtigten Personenkreis gehört, der kann hier gezielt Vorsorge für das Rentenalter treffen. Die Riester-Rente wird monatlich bei Eintritt ins Rentenalter, in konstanter oder auch steigender Höhe, ausgezahlt.
Jeder hat Chance auf staatliche Riester Renten Förderung
Zulagenberechtigt ist jedoch, wer der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegt. Dies sind zum einen alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Selbstständige, zum anderen jedoch auch Pflichtversicherte die dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte angehören. Des Weiteren wird gefördert, wer zur Gruppe der Arbeitslosen- und Krankengeldbeziehern gehört, wer ALG-II-Empfänger ist, wer Angehörige im eigenen Haushalt pflegt, aber auch Kindererziehende Personen und Wehr- und Zivildienstleistende. Auch wer sich bereits im Vorruhestand befindet kann gefördert werden, sofern er zuvor pflichtversichert war.
Geringfügig Beschäftigte können ebenfalls in die Riester-Rente einzahlen, wenn der Arbeitgeber den Rentenbeitrag aufstockt und der Arbeitnehmer auf die Versicherungsfreiheit verzichtet. Auch Beamten, Richtern und Soldaten, die -bedingt durch ihren Beruf- von der Rentenversicherungspflicht entbunden waren, wird hier eine Zulagenberechtigung erteilt.
Riester Rente staatliche Förderung unabhängig von gewählter Rentenform
Die Riester-Rente beruht auf freiwilliger Basis. Sie stützt sich auf die vier Säulen Banksparpläne, private Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen und Fondssparpläne. Wer “riestern” möchte, der geht mit Sicherheit ins Rentenalter.
Die Riester- Rente ist eine private Altersvorsorge, die vom Staat durch Zulagen gefördert wird. Die Riester Förderung gibt es für alle Personen, die der gesetzlichen Rentenversicherung angehören oder aber einen Ehepartner haben, der der gesetzlichen Rentenversicherung angehört. D.h. auch Arbeitsuchende, Arbeitnehmer, Wehr –, und Zivildienstleistende sowie Selbständige die pflichtversichert sind können von den staatlichen Zulagen der Riester-Rente profitieren. Natürlich sind auch Elternteile, die sich in der Elterzeit bzw. Erziehungszeit befinden Riester-Renten Zulagen berechtigt.
Mindestbeitrag Riester-Rente
Um die staatliche Zulage zu erhalten, muss ein Mindestbeitrag in den Riesterrentensparplan eingezahlt werden. Der zu zahlende Beitrag rechnet sich vom sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen des Vorjahres aus. 1% im Jahr 2002 bis 4% im Jahr 2008. Wer den Mindestbeitrag unterschreitet, erhält nur eine anteilige Förderung. Z. B. wird nur 80% des Beitrages eingezahlt erhält der Sparer ebenso 80% der Zulagen. Eine Berechnung für den Riestersparer ist möglich, so weiß er welche Riester Zulage er bekommt und wie hoch der Beitrag monatlich sein muss.
Je mehr Kinder, desto höher der Anteil staatlicher Förderung
Je mehr Kinder der Familie angehören, desto geringer ist der Riesterbeitrag. Die Zulage des Staates bei jedem Kind wird höher und so ist der Eigenanteil niedriger. Die Riester Rente ist eine gute Förderung für Familien mit vielen Kindern. Die Voraussetzung jedoch ist, dass für das Kind im Jahr der Riesterförderung, Kindergeld für einen Monat gezahlt wurde.
Geringverdiener oder Ehepartner müssen zumindest einen kleinen Beitrag leisten, um im Genuss der Zulagen zu kommen. Ab 2005 ist ein Sockelbetrag erforderlich unabhängig von den Kinderzulagen.
Riestersparer können ihre Ersparnisse in Fonds-, Banksparpläne oder auch in Versicherungen einzahlen. Die Beiträge für den Riestervertrag sind steuerlich absetzbar. Durch einen Sonderausgabenabzug ab 2007 und 2008 kann der Riestersparer die Steuervorteile zusätzlich nutzen.
Die staatliche geförderte Altersvorsorge, kurz Riester-Rente, ist nicht nur, aber eben ganz besonders für junge Verbraucher eine der wichtigsten Bestandteile der Zukunftsvorsorge geworden.
In den letzten Jahren ist die Bedeutung dieser finanziellen Absicherung vor dem Hintergrund der sich verschiebenden Lebensalter-Pyramide immer deutlicher geworden. Die Zahl der Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung reicht schon heute kaum noch um die finanziellen Lasten, welche durch die Altersrente entstehen, zu tragen. Immer mehr Ältere leben – und das ist aufgrund des als „Generationenvertrag“ arrangierten Umlageverfahrens Fakt – auf Kosten von immer weniger Jüngeren. Folglich sinkt die Zahl der Erwerbstätigen Einzahler der gesetzlichen Rentenversicherung ohne dass die Kosten für die ausgezahlten Altersrenten deutlich sinken. Im Zuge dieser gesellschaftlichen Veränderung von Alt zu Jung, Rente zu Einkommen, Kosten von Krank und Gesund macht das 1998 das Unwort „sozialverträgliches Frühableben“ die Runde und führte zu einem Umdenken von Staat wie auch Bürgern.
Für die Altersrente gilt deshaslb mittlerweile: Es muss zusätzlich zu der staatlichen auch eine private Vorsorge geben, möchte man nicht am Ende des Arbeitslebens auf die gesellschaftliche Grundsicherung abgewiesen sein. Damit eine entsprechende Motivation besteht die eigenen Konsumausgaben zu Gunsten der späteren Rentenvorsorge einzuschränken unterstützt der Staat die Verbraucher bei ihrer privaten Riester Renten Altersvorsorge.
Möglichkeiten der Riester-Rente
Die Riester Rente kann bei Finanzdienstleistern, Banken oder Versicherungen über als Versicherung oder Sparplan mit monatlichen Beitragszahlungen abgeschlossen werden. Eine weitere Alternative besteht in der Besparung eines Fondssparplans.
Bei einem normalen Banksparplan ist die Rendite mehr oder weniger bereits bei Abschluss der Altersvorsorge bekannt. Der Versicherungs- oder Banksparplan-Anbieter kalkuliert eine feste Rendite in das zu erwartende Ergebnis ein und gewährt gegebenenfalls eine Überschussbeteiligung als zusätzlichen Bonus. Das bedeutet, dass Verbraucher die Verzinsung ihrer Riester Rente kennen und somit nur eine eingeschränkte Renditeerwartung haben.
Welche Vorteile bietet der Riesterrente Fondssparplan?
Anders verhält es sich bei einem Riester-Rente Fondssparplan. Hier haben Verbraucher die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite, welche in der Höhe allerdings nicht vorab bekannt ist, d.h. Fondsgesellschaften garantierten entsprechend der gesetzlichen Regelung die Rückgewähr der eingezahlten Beiträge. Alles was darüber hinaus erwirtschaftet wird ist Kür, nicht Pflicht und kann (sollte) deutlich über dem zu erzielenden Ergebnis eines Banksparplan oder einer Riester-Versicherung liegen.
Als ein vergleichsweise neues Angebot gilt die als Baby Riester Rente betitelte Riesterrente der DWS, die bereits mit der Geburt des Kindes abgeschlossen werden kann. Diese Baby Riester-Rente wird bis zum Eintritt in das Arbeitsleben als „normaler“ Fondssparplan bespart und erhält dann mit Eintritt in das erste Beschäftigungsverhältnis die staatlichen Riester-Rente Zulagen. So können Eltern vergleichsweise günstig die Altersvorsorge – oder aber auch eine Ausbildungsversicherung mittels Fonds abschließen, die mit kleinen Beiträgen große Vermögen schaffen kann, wenn man lange genug in diese Riester-Rente einbezahlt.
Für Berufseinsteiger und junge Berufstätige wird es immer wichtiger sich finanziell gegen die schwindende Altersrentenanwartschaft abzusichern. Eine besonders wichtige Absicherung ist die daher neben der gesetzlichen auch die private Altersvorsorge.
Durch den so genannten Demografischen Wandel, also den Umstand, dass immer weniger Kinder geboren werden und zugleich ältere Deutsche immer mehr Jahr zählen, wird das Gleichgewicht aus den in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlenden Personen und denen, die daraus ihre Rentenbezüge erhalten gestört. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass heutige Berufseinsteiger aus der gesetzlichen Rentenversicherung nur noch minimale Beträge bekommen werden. Die private Altersvorsorge ist somit für den jungen Verbraucher Pflicht. Der Staat will die Verbraucher zur Altersvorsorge animieren und unterstützt sie in Form von Zulagen (Geld). Mit der Einführung der Riester Rente unterstützt der Staat alter Riestersparer mit jährlichen Zulagen. Die Beträge, welche Arbeitnehmer zur Altersvorsorge mit Riester sparen wollen, können verschiedenen Produkten gutgeschrieben werden.
Banksparplan macht Riester-Renten Höhe leicht berechenbar
Es gibt zahlreiche Banken und Versicherungen, welche normale Sparpläne anbieten und es gibt Banken und Fondsgesellschaften, welche Fondssparpläne anbieten. Vielen Verbrauchern ist es wichtig schon heute zu wissen, was sie später einmal aus ihrem Altersvorsorgevertrag bekommen werden. Genau darin liegt der große Vorteil eines normalen Riester Banksparplans. Bei einem Banksparplan wissen Verbraucher vorher, was sie aus ihrer Riester Rente bekommen, da die eingezahlten Beiträge ähnlich einem Festgeldkonto zu einem festgesetzten Zinssatz während einer vereinbarten Laufzeit Zinsen, welche später gemeinsam mit den Beiträgen und der staatlichen Förderung die Basis für die Riester-Rente darstellt.
Riester-Rente Banksparplan – feste Verzinsung, feste Laufzeit
Die Verzinsung des Riester-Rente Banksparplan steht bereits bei Abschluss der Altersvorsorge fest und ist voll durch den Anbieter garantiert. Dies ist bei einem Fondssparplan nicht der Fall. Bei einem Fondssparplan unterliegen die eingezahlten Beträge dem allgemeinen Kursrisiko, welches sich durch die Anlage in Aktien und Anleihen ergibt, sodass eine sehr geringe Rendite – mindestens jedoch die Auszahlung der einzahlten Beiträge – das Ergebnis sein kann.
Interessanter Nebeneffekt des Banksparplans, Anleger haben den Vorteil des Zinseszinseffektes, d.h. die Zinsen des angesammelten Guthabens summieren sich im Laufe der Jahre zu beachtlichen Beträgen.
Außerdem sind bei einem Banksparplan keine Gebühren für den Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen zu zahlen. Für sicherheitsorientierte Anleger oder Anleger, die erst relativ kurz vor dem Renteneintrittsalter eine Riester-Rente abschließen ist der Riester Banksparplan deshalb die meist empfohlene Riesterrente Alternative.
Wer einen staatlich geförderten Riesterrentenantrag abschließt, tut dies zum einen, um seinen Rentenanspruch aus der gesetzlichen Rente mit einer privaten Rente aufzubessern, und zum anderen, um in den Genuss staatlicher Zulagen zu kommen. Wer bis zu 4% seines jährlichen Bruttoeinkommens verteilt auf zwölf Monatsbeiträge in einen solchen Vertrag einzahlt, sichert sich die volle staatliche Riester Zulage. Diese ist unterteilt in die Eigenzulage für Alleinstehende bzw. Eheleute und zusätzliche Kinderzulage Kinder.
Ein so genannter Riester Rente Zulagenantrag bzw. eines Dauer-Zulagenantrag erleichtert die Beantragung der Riesterzulage enorm. Er kann bei Abschluss des Vertrages beim Anbieter einmalig gestellt werden und sichert so die jährliche Überweisung des staatlichen Förderungsgeldes durch das Finanzamt auf das eigene Riesterkonto.
Dauerzulagenantrag sichert Anspruch auf Riester-Zulagen
Zulageanträge werden bei Einrichtung eines Riestervertrages gestellt und gelten meistens so lange, bis sich in den Einkommensdaten des Versicherten etwas ändert. Dies hat den Vorteil, dass nicht Jahr für Jahr eine neue Erklärung des letzten Bruttoverdienstes abgegeben werden muss, sondern zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Versicherungsnehmer das stillschweigende Einvernehmen besteht, den Zulageantrag bis zu dem Zeitpunkt an das Finanzamt weiter zu leiten, bis von sich aus eine Änderung veranlasst wird.
Natürlich setzt ein Riester-Rente Zulagenantrag voraus, dass Versicherungsunternehmen und Versicherter in Kontakt stehen und sich über Änderungen wie zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes oder Erhöhung des Jahresgehaltes austauschen. Ist dies gewährleistet, kann bequem jedes Jahr die staatliche Zulage auf das Riesterkonto des Versicherungsnehmers fließen. Tritt doch eine Änderung der Basisdaten ein, kann der Dauer-Zulageantrag natürlich dementsprechend geändert und angepasst werden und gilt dann wieder so lange, bis eine erneute Änderung erfolgt.
Riester Rente wird immer wieder Begriff in Medien, von Finanzdienstleistern, Banken und Versicherungsberatern genutzt, was sich genau unter dem Kunstbegriff Riester-Rente verbirgt, wissen nur die wenigsten Sparer der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, eingeführt unter Walter Riester, wirklich. Viele Personen wissen, dass die Riester Rente eine private Rente ist, welche vom Staat gefördert wird. Mittlerweile wird diese auch als 3. Säule der Altersvorsorge bezeichnet. Doch gibt es ein eigenes Riester-Renten-Gesetz?
Riester Rente ist Teil des Altersvermögensgesetz (AVmG)
Die Riester Rente orientiert sich an dem Altersvermögensgesetz, der Name der Rente wurde als Synonym verwendet, da die Rente vom ehemaligen Minister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester eingeführt wurde. Geregelt wird die Riester Rente alleinig durch das Altersvermögensgesetz (AVmG), außerdem wird diese auch noch vom Einkommenssteuergesetz beeinflusst.
Gesetzliche Regelungen unterliegen auch dem Wandel der Zeit
Die gesetzlichen Bestimmungen der Riester Rente werden allerdings immer wieder durch Neuerungen geändert. Die Gesetze der Länder werden durch Gesetze des Bundes gebrochen, EU-Recht kann ebenfalls Bestimmungen hinsichtlich der Riester Rente umgehen. Ein Beispiel ist das Alterseinkünftegesetz, welches im Januar 2005 erlassen wurde. Hierdurch wurde den Beziehern der Riester Rente versprochen, dass diese 30 Prozent des eingezahlten Kapitals ab Rentenbeginn sofort auszahlen lassen können. Der Rest wird als lebenslängliche Rente ausbezahlt. Ab dem Jahr 2006 wurde die Riester Rente zudem durch eine EU-Richtlinie verändert, bisher bekamen Frauen für die gleichen Geldleistungen wesentlich weniger Rente, da diese im Durchschnitt länger leben. Allerdings wurde durch den so genannten Unisex-Tarif dieser Vor- bzw. Nachteil abgeschafft, Männer müssen ab sofort mehr Geld bezahlen als Frauen.
Die RiesterRente Versicherung bietet im Vergleich zu anderen privaten Rentenversicherungen einige Vorteile. Hierzu zählt in erster Linie, dass die Versicherung Harz IV sicher ist, d.h. dass sie im Falle der Arbeitslosigkeit des Versicherungsnehmers nicht als Vermögen angerechnet wird und der Vertrag nicht aufgelöst werden muss.
Im Weiteren lässt die Riester-Rente Versicherung während der Laufzeit ein hohes Maß an Flexibilität zu. Beim Abschluss der Rentenversicherung kann die Höhe des Beitrags flexibel festgelegt werden und mit der Einkommenssituation des Versicherungsnehmers vereinbart werden. Es ist zu empfehlen jährlich 4% des Nettovorjahreseinkommens bzw. mindestens 60 € (im Falle eines Zulagenvertrages) in die RiesterRente einzuzahlen, da der Versicherungsnehmer ansonsten die staatlichen Zulagen in Form der Grundzulage und gegebenenfalls der Kinderzulage nur anteilig erhält.
Ein weiterer Vorzug der Riester Rente ist, dass die Beiträge in der Einkommenssteuererklärung als Aufwendungen zur Altersvorsorge angegeben werden können und der Versicherungsnehmer so steuerliche Vorteil nutzen kann. Durch die Vereinbarung einer dynamischen Anpassung der Beiträge kann einem inflationsbedingten Wertverlust der späteren Rente vorgebeugt werden. Abgesehen davon können die Rentenbeiträge, die je nach Anbieter monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich geleistet werden können, während der Laufzeit nicht erhöht oder verringert werden.
Allerdings kann die Beitragszahlung nach Rücksprache mit der Versicherungsgesellschaft gestundet werden, wodurch der Versicherungsnehmer finanziell entlastest wird. Auch während der Auszahlungsphase erlaubt die RiesterRente eine gewisse Flexibilität, da das Kapital auf verschiedene Arten ausgezahlt werden kann. Neben einer monatlichen lebenslangen Rente kann der Versicherungsnehmer eine Kapitalauszahlung beantragen. Darüber hinaus kann das Vermögen aus der RiesterRente nicht nur für den Altersruhestand genutzt werden, sondern auch im Rahmen einer Immobilienfinanzierung.
Die Höhe der gesetzlichen Rente wird in Zukunft weiter abgesenkt, wahrscheinlich sogar so weit, dass immer mehr zukünftige Rentner im Rentenalter nur noch über ein Einkommen in Höhe der staatlichen Grundversorgung verfügen. Dieses Problem erkennend erschaffte die rot-grüne Koalition unter Führung von Kanzler Schröder private Vorsorgemodelle, die staatliche Unterstützung in Form von jährlichen Zulagen bieten. Die Riester Rente ist die private Altersvorsorge, welche für Angestellte eingeführt wurde und weniger auf den Steuervorteil aber mehr auf die Vermögensbildung als „Haben muss“ Argument setzt.
Eine RiesterRente kann jeder abschließen – nicht jeder erhält allerdings die Riester-Förderung
Der Personenkreis, der einen zertifizierten Riester Vertrag abschließen darf, ist faktisch unbegrenzt. Allerdings erhalten nur Personen, die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sowie deren Ehepartner (derzeit bestehen hier Ausnahme für gleichgeschlechtliche Ehen) die staatliche Riester-Förderung. Auch Beamte zählen zu diesem Personenkreis. Jedoch gehören geringfügig Beschäftigte, Selbständige und freiwillig Versicherte nicht zu den Begünstigten, die einen Riester Vertrag abschließen und – das ist der kleine Unterschied – die staatliche Zulage erhalten. Es sei denn der Ehepartner des Selbstständigen / Freiberufler etc. gehört dem begünstigten Personenkreis an. In diesem Fall dürfen auch Geringverdiener einen zertifizierten Riester Vertrag abschließen, wobei mindestens 60 € pro Jahr (5 Euro pro Monat) in den Vertrag eingezahlt werden müssen, um die Grundförderung von 154 Euro pro Jahr zu bekommen.
Eine andere Frage ist, ob sich die Riester Rente für den betreffenden auch wirklich lohnt. Hier kann es keine allgemeingültige Empfehlung geben, sondern dass muss jeder aus seiner Sicht entscheiden. Jeder dessen Rente über dem Satz der staatlichen Grundsicherung liegt (z.Z. sind das 627 €) kann seine Rente mit Riester aufstocken.
Riester-Rente Auszahlungen werden auf die Grundsicherung angerechnet
Wer darunter liegt, kann Grundsicherung bekommen, wobei das Vermögen weitestgehend verbraucht sein muss. Die Auszahlungen aus der Riester Rente würden dann vom Betrag der Grundsicherung abgezogen. In diesem Fall wären die Einzahlungen umsonst gewesen. Wenn ein Partner in der Familie einen Job hat und später mit einer Rente über der Grundsicherung rechnen kann, oder auch wenn Besitz, oder Vermögen vorhanden ist, dann ist Riester für den Geringverdiener immer sinnvoll.
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